Dr. Lorenz Rautenstrauch

*1939, Deutscher Architekt und Stadtplaner

 

Die Rhein-Main-Region hat Dr. Lorenz Rautenstrauch einiges zu verdanken. Er war es, der den Anstoß zum Regionalpark RheinMain gab: Bereits 1988 hatte Rautenstrauch, damals Leiter der Planungsabteilung des Umlandver-bands Frankfurt, in der Frankfurter Allgemei-nen Zeitung für ein stärkeres Regional- und auch Umweltbewusstsein plädiert. Sein Artikel mit dem Titel „Ohne Umland kann Frankfurt nicht wachsen“ endete mit dem Vorschlag für einen „großartigen Park, der die Idee der regionalen Grünzüge aufnimmt und sie, oder wenigstens Teile davon, zu einem Rhein-Main-Metropolenpark macht.“ Die Idee wurde schon bald politisch aufgegriffen, doch es brauchte noch einige Wendungen und Erprobungs-phasen, bis das Projekt dann 2011 mit der Eröffnung des Regionalparkportals und Besucherzentrums an den Weilbacher Kiesgruben end-lich eine zentra-le Anlaufstelle erhielt und „auf Dauer“ gestellt wurde. Wo einst trostlose Orte, verwahrloste Industriebrachen und wüste Mondlandschaften abschreckten, laden nun grüne Idyllen und Oasen mit Spielplätzen und Ausflugszielen ein – eine naturnahe Gegenwelt vor den Haustüren der Städte. Mit Türmen die Qualität der offenen Landschaft erfahrbar zu machen (und mit diesen Türmen selbst eige-ne Attraktionen zu schaffen), war schon früh Bestandteil des Konzepts. Auch die Idee zum Eisenbaum in Flörsheim am Main geht auf Dr. Lorenz Rautenstrauch zurück. Umgesetzt wur-de sie von den Architekten Frank Geelhaar und Johannes Schlier. Dr. Lorenz Rautenstrauch hat von 1959 bis 1963 Architektur an der TH Darm-stadt studiert, wo er 1974 mit einer Arbeit über das Berufsbild von Stadtplanern promovierte. Ab 1976 war er Leiter der Planungsabteilung des Umlandverbands Frankfurt, aus dem 2005 der Planungsverband Frankfurt wurde. Ab 1995 war er zusätzlich einer der beiden Geschäfts-führer der Regionalpark-Pilotgesellschaft. Von 2005 bis 2012 war er neben Leo Ferchner einer der beiden Geschäftsführer der Regionalpark-Dachgesellschaft.